Wenn du an einem Punkt im Leben angekommen bist, an dem gefühlt alles stagniert oder dein Leben sich anfühlt wie ein freier Fall ins Nichts – du nicht mehr weißt, wie du weitermachen sollst und mehr Probleme als Lösungen sich zeigen – dann hole dir diesen Satz ins Bewusstsein. Schreibe ihn auf, trage ihn mit dir und sprich ihn mehrmals täglich laut zu dir selbst:

„Manchmal ist der mutigste Schritt, den du machen kannst, einfach weiterzugehen.“

Denn was mit ziemlicher Sicherheit gesagt werden kann: So wie es jetzt ist, wird es nicht bleiben. Leben bedeutet Wandel – es bleibt nie stehen. Vielleicht ist das, was sich gerade wie ein freier Fall anfühlt, in Wahrheit der Schwung in dein nächstes Hoch?!

Als ich neulich mein geistiges Team nach den aktuellen Energien fragte, zeigte man mir die Welt auf der 3D-Ebene komplett eingerüstet und mit einer Plane überdeckt. „Eine einzige Baustelle“, hieß es. Sie wird sozusagen kernsaniert, und wie das so ist auf Großbaustellen, macht es viel Lärm, Dreck und alles versinkt erst einmal im großen Chaos.

Oft sieht man auf einer Gerüstplane, was dort entstehen wird und wie es zukünftig aussehen wird. Doch diese Plane war komplett weiß. Nichts war zu sehen. Nur spürbar, dass aus der Großbaustelle etwas Neus entsteht. Und wie immer braucht man bei großen Projekten auf dieser Ebene, viel Geduld und Zeit und keiner weiß wirklich, wann es fertig gestellt wird.

Ich wundere mich allerdings, dass es immer noch einige Menschen gibt, die von dem „Umbau“ kaum etwas mitbekommen – außer vielleicht, dass alles teurer wird und Politiker nicht mehr wissen, was sie tun.

Ja, die Welt ist laut und wild und überall tauchen neue Baustellen auf. Irgendwas scheint ver-rückt auf Erden. Allerdings glaube ich, dass es schon immer verrückt war auf dieser Welt und das jetzt nur Licht auf all diese Dinge fällt, die ein Spotlight dringend benötigen, damit wir genau hinsehen und erkennen, was hier alles läuft und was sich (aus-)reinigen bzw. auflösen darf.

Achte jedoch darauf, auf welches Spotlight du schaust. Es ist viel Bauchgefühl gefragt, und wichtig, sich nirgendwo hineinziehen zu lassen. Bleibe im Beobachten.

*

Wichtig ist jetzt:

Konzentriere dich nicht auf die alten Strukturen, die immer mehr zerfallen. Stattdessen konzentriere dich auf das, was in dir gesehen werden oder wachsen möchte.

Vielleicht hast du gerade mit eigenen Baustellen zu tun, in Form von Krankheit, Arbeitslosigkeit oder einem Verlust von Geld oder eines geliebten Menschen. Was auch immer gerade dein Leben belastet, wisse: Dies sind Entwicklungshelfer, die dir dienen, um Schichten abzulegen und wahrzunehmen, wer du wirklich bist.

„Wer bin ich, wenn ich nicht ‚meine‘ Krankheit bin?“

„Wer bin ich, wenn ich nicht ‚meine‘ Arbeit oder Arbeitslosigkeit bin?“

„Wer bin ich, ohne mein Geld?“

„Wer bin ich, ohne ….. (Person, die dich verlassen hat)?“

*

Die Welt wird nicht verrückter, auch wenn das momentan so ausschaut. Innerhalb der globalen Gesichte, der Dualität, die sich spielt, scheint es nur ein erhöhtes Bewusstsein auf Erden zu geben, wodurch die Menschen mehr wahrnehmen und den Wandel jetzt erst richtig sehen können, obwohl dieser schon lange Einzug hält.

Ich nehme manchmal eine kollektive Traurigkeit und Schwere im Feld wahr, auch Wut und Verzweiflung. Es ist das Alte, das noch mal laut und ungehalten ist, bevor es sich verabschiedet. Viele Menschen fallen dadurch in Angst, weil das Sicherheitsgefühl abnimmt.

Doch die Zeiten sind nicht unsicherer als vorher. Sie sind anders, aber verändern sich ständig – und das, was sich jetzt spielt, ist dran. So einfach ist das.

Angst, Traurigkeit und Schwere kommen ins Spiel, wenn man permanent niedrigen Schwingungen ausgesetzt ist. Das ist allerdings in der 3D-Welt gewollt, weil die Menschen dadurch manipulierbar sind. Vieles wird bewusst ins Feld gegeben.

Und was passiert dadurch?

Die Menschen sind mit Denken beschäftigt – und zwar in Form von: „Was, wenn ‚das und das‘ passiert?!“ Zukunfts-Horrorgedanken, die sie in einer gefühlsmäßigen Abwärtsspirale gefangen halten. Ich nenne sie auch gerne „Spam-Gedanken“. Wenn wir Glück haben, landen sie gleich im Papierkorb. Oft tauchen sie allerdings auch im Posteingang auf – und somit in unserem Bewusstsein. Dann ist die Aufgabe, sie gar nicht erst aufzumachen, sondern ungeöffnet in den Papierkorb zu bewegen.

Mehr in Trennung vom Sein, von dem, was wir in Wirklichkeit sind – geht nicht. Viele sind gefühlt Lichtjahre davon entfernt. Stimmt natürlich nicht, weil wir im Grunde Sein sind, aber in solchen Situationen ist bei den meisten die Person im Ich-Bewusstsein sehr stark im Vordergrund und reagiert auf alles, was vorbeifliegt, und lässt sich hineinziehen.

Ich bekomme ebenso Spam-Nachrichten in meinen Posteingang. Es macht vielleicht nur nicht viel mit mir, weil ich mich nicht darum kümmere. Die Nachrichten meines geistigen Teams sind spannender und wichtiger für mich, als was die Tagesschau oder irgendeine Tageszeitung von sich gibt.

Trotzdem ist an all dem, was sich auf dieser Welt spielt, nichts verkehrt! Das möchte ich immer wieder betonen, auch wenn es sich noch so chaotisch spielt.

Seitdem ich vor vielen Jahren aus dem Ich-System gekippt bin und die Welt ohne ein Ich sehen durfte, ist so manches verschwunden und stellte mehr Sicht zu Verfügung. Ich sah das Leben ohne einen persönlichen Filter. Da war nur Sehen. So kann ich es am besten beschreiben. Dadurch entstanden eine Klarheit und Befreiung sowie eine unmittelbare Einfachheit, die durch die Person (Nina) und das Ich-Erleben verdeckt war.

Alles, wonach ich vorher gesucht hatte, war nicht mehr wichtig oder bereits beantwortet. Und ich hatte zuvor jede Menge Fragen ans Leben. Ich denke, ich suchte all die Jahre nach einer Art Formel fürs Leben und dachte, wenn, dann finde ich die nur in der Spiritualität. Mein geistiges Team war/ist seit meiner Kindheit mein Zuhause, denn hier bekam ich Antworten, die mein äußeres Umfeld mir nicht geben konnte. Doch immer, wenn ich dachte: „Jetzt, hab ich’s kapiert“, ging es auch schon weiter mit neuen Fragen, die auftauchten.

Der Verstand versucht immer eine Formel zu finden.

Eine Formel für das richtige Leben.

Eine Formel für Erleuchtung.

Eine Formel für Erwachen.

Eine Formel für Glück, Liebe, ewige Gesundheit.

Doch, was er vorfindet, ist immer nur DAS, was gerade geschieht.

Eine suchende Person, die in der Welt der Illusionen (Maya) verhaftet ist, (er)lebt eine Trennung zur wahren Realität, da sie sich als getrenntes Individuum wahrnimmt. Sie erkennt ihre wahre, göttliche Natur nicht und denkt dadurch, dass die Dinge für sie oder wegen ihr geschehen. Doch außerhalb der Illusionen, außerhalb der Spiels, geschieht einfach nur Leben – letztendlich für niemanden. Das möchte ein Individuum natürlich nicht hören. Deshalb bleibt es lieber innerhalb der Geschichte, mitten im Spiel.

Ich sehe dieses Spiel oft außerhalb des Spielfelds, gewissermaßen von der Tribüne aus. Durch das, was alles innerhalb „meiner Geschichte“ geschehen ist, fällt es mir leicht die Perspektive zu wechseln und trotzdem das, was auf dem Spielfeld des Lebens/der Welt abgeht, wahrzunehmen. Deshalb weiß ich, wie dringend die Menschen in dieser Jetzt-Zeit Klarheit und Antworten brauchen.

Folgendes teile ich hier immer wieder – vielleicht hilft es dir, alles etwas anders zu sehen und leichter zu nehmen:

Alles ist frei, so zu sein, was und wie es ist. Das Leben schließt nichts aus. Der Mensch ist das einzige Wesen auf Erden, das ins Leben eingreift und bewertet:
Mag ich – oder mag ich nicht. Das will ich behalten, jenes lieber wegdrücken.

Doch das Leben funktioniert anders. Wenn du etwas nicht haben möchtest und wegdrückst, bringt es mit derselben Kraft alles wieder hervor, weil es ein Ganzes ist, das nichts ausschließt. Es umfasst alles: Frieden und Gesundheit ebenso wie Krieg und Krankheit. Alles darf sein, wie es ist.

Im Ich-Erleben stellt sich der Mensch über das Leben, als könnte er entscheiden, was sein darf und was nicht. Doch das Leben fragt nicht:
„Gefällt dir das so? Hättest du es lieber anders?“

Das Leben geschieht einfach. Es stellt keine Fragen wie:
„Wie soll ich dir passieren?“ oder „Wie hättest du es denn gerne?“

Alles ist gewissermaßen (innerhalb der persönlichen Geschichte) ein Geschenk, ein Entwicklungshelfer, auch wenn es für den Verstand unbegreiflich ist, weil es das Ganze nicht sieht und nur durch ein Schlüsselloch blickt. Für das Ich ist jede Erfahrung ein Schatz und es ist innerhalb seiner Geschichte (Spielfeld) gierig nach Erfahrung. Doch es wird nie satt. Kaum ist eine Erfahrung gemacht, sucht es schon die nächste.

„Was kommt als Nächstes?“
„Was könnte mich endlich erfüllen?“ „Wie kann ich noch besser werden?“

Doch genau darin liegt die Illusion:
Das Ich selbst ist ein Trugbild. Und sobald das erkannt wird, verändert sich der Blick, und man landet vom Spielfeld direkt auf der Tribüne.

Es wird gesehen, dass Gedanken einfach aus dem Nichts auftauchen. Sie suchen keine Lösung. Auch das Leben taucht einfach auf und sucht keine. Warum? Weil es in jedem Moment vollständig ist. Nichts muss erlöst werden.

Es scheint, als würden Gedanken uns irgendwohin führen. Doch egal, wohin sie zeigen – sie führen immer nur zurück zu dem, was jetzt ist.

Auch wenn der Mensch seine Lebensgeschichte gerne plant und kreiert, so scheint dies nur als Spielfigur möglich. Das, was so aussieht, als wäre es der freie Wille des Menschen, ist in Wirklichkeit das Leben selbst. Manche sagen auch Gott dazu. Ich bin bei dem Wort etwas sparsam, weil es oft missverstanden wird.

Wenn man genau hinsieht, scheint im Erleben als Mensch meistens etwas zu fehlen. „Irgendwie ist das Leben oder das Ich nie ganz vollständig“. Die Vorstellung, etwas sei falsch, entsteht somit nur im Ich-Erleben, während das Leben dir mitteilen möchte: Ich brauche dich genauso, wie du bist, sonst hätte ich dich doch anders gemacht!

Das Ich sucht ständig nach einem „Sattwerden“:
Wann werde ich endlich glücklich sein?
Wodurch? Durch wen?

Doch echte Erfüllung oder Befreiung zeigt sich erst, wenn erkannt wird:
Das, wonach gesucht wird, ist immer schon da.

Im unmittelbaren Sein – im „Was ist“ – liegt bereits dieses Sattsein.

Und dennoch:
Als Ich entsteht immer wieder Hunger nach der nächsten Erfahrung. Nach dem nächsten Erleben. Nach mehr. Das ist nicht falsch. Es gehört zur menschlichen Erfahrung. So spielt es sich sozusagen auf dem Spielfeld „Leben“ ab, das der Mensch nicht in Ruhe lassen kann, weil er denkt, eingreifen zu müssen. Er will stets irgendwo hingelangen, etwas erreichen, denn er folgt einem Drehbuch, das er selbst geschrieben hat, und versucht, dies umzusetzen und zu kontrollieren, weil er denkt, ohne ihn läuft es nicht. Dabei kommt das Ich, mit dem, WAS IST, in Bedrängnis, denn das mag es oft nicht.

*

In dieser Jetzt-Zeit, die sich spielt, braucht es „Leuchttürme“, für all diejenigen, die in der Angst sind und sich in Ohnmacht fühlen, weil sie sich in das laute Außen hineinziehen lassen. Wenn du fühlst, dass etwas Altes anfängt in dir zu bröckeln und viele Fragen und Zukunftssorgen in dir auftauchen, dann suche dir diese Leuchttürme.

Die Menschheit steht an einem Punkt, an dem sie entweder den Weg der Wahrheit geht oder sich selbst im alten Gitternetz von Angst und Lügen gefangen hält – in der Maya, der Illusion.

Es braucht jetzt Pioniere, die sich trauen, voranzugehen, die das Neue bereits in sich tragen. Die, die tatsächliche Wahrheit über das Leben verbreiten – was sehr wenig damit zu tun hat, was die alteingesessenen Medien von sich geben.

Pioniere ist es egal, was andere von ihnen denken. Sie bleiben bei sich, egal, auf wen sie treffen. Sie vernetzen sich mit Menschen, die ihnen wohlgesonnen sind und ihr Denken und ihre Visionen unterstützen. Sie haben das große Ganze im Blick und gehen mit der Zeit. Denn es wird in den nächsten Jahren/Jahrzehnten, vieles Neues auf dieser Welt entstehen. 

Das ist nicht aufzuhalten. Es geschieht von alleine. 

Alles ist eine Vorbereitung auf das Neue.

Es geht nicht (mehr) darum, zu warten, dass der Staat oder die Politik für uns etwas regeln – das tun sie nicht, denn sie arbeiten nicht für die Menschen. Ich denke, daraus erwachen jetzt immer mehr. Das heißt, dort haben wir nichts zu erwarten, denn dort sitzen keine Pioniere oder Leuchttürme. WIR sind diejenigen, die vorangehen – mit neuen Ideen, Vernetzungen und einem natürlichen alten Wissen in uns.

Und während wir weitergehen, weil es das Mutigste ist, was wir jetzt tun können, vergesst Folgendes nicht:

Wir müssen nicht wissen, wohin es für uns geht!

Der gegenwärtige Moment beinhaltet bereits alles, was wir wissen müssen und wissen brauchen – für den nächsten Schritt, für den nächsten Tag. Sobald wir uns mit dem Sein verbinden, uns dem Moment hingeben, geschieht alles, was es braucht – für die Dinge, die anstehen.

Ein Gedankenkarussell über die Zukunft ist nicht nötig, denn die Zukunft entsteht genau hier und jetzt aus diesem Moment heraus.
Sie entfaltet sich auf natürliche Weise – so, wie es für uns am besten ist.

Nimm nur wahr, was jetzt gerade dran ist. Dann entsteht alles in absoluter Stimmigkeit – mit deinem eigenen inneren Sinn und dem größeren Ganzen. Alles entwickelt sich so, wie es sein soll.

Du musst deinen Verstand nicht mehr anstrengen, um herauszufinden, was du tun sollst. Es geschieht, indem du geschehen lässt – sozusagen „Handeln im Nicht-Handeln“ (Wu Wei). Was es dafür braucht, ist deine Bereitschaft und dein Vertrauen.
Vertrauen darauf, dass alles richtig ist, so wie es sich zeigt – auch wenn es für den Verstand unlogisch erscheint und vielleicht erst später Sinn ergibt.

Vertraue den Impulsen, die aus dem Moment entstehen und bewerte diese nicht mit deinem rationalen Verstand. Nimm wahr und frage dich:
Fühlt es sich stimmig an?
Gibt es mir Kraft? Lässt es mich im Fluss bleiben?
Oder bringt es mich aus meiner Mitte?

Wenn du dies immer wieder hinterfragst, wird es mit der Zeit ganz selbstverständlich, und du handelst aus der inneren Klarheit heraus – aus dem Sein.

Fragen wie „Was ist richtig?“ oder „Was soll ich tun?“ verlieren an Bedeutung. Der Verstand wird leiser und es wird leichter.

Vielleicht fühlt es sich anfangs ungewohnt an, weil der Verstand lange im Vordergrund stand. Und ja – der Verstand wird weiterhin gebraucht, aber er trifft nicht mehr die Entscheidungen. Das ist der Unterschied zu vorher.

Die Entscheidungen entstehen aus dem Sein heraus und das verändert alles – sogar deine Sicht auf die Vergangenheit wandelt sich:
Denn wenn sich etwas in unserem Leben nicht erfüllt hat, was wir uns wünschten oder wenn irgendetwas schieflief, wir das Gefühl hatten, falsch abgebogen zu sein, dann hatte der Verstand die Führung, und wir konnten nicht sehen, was für uns richtig war.

Wenn der Verstand wieder laut wird und sich in den Vordergrund drängt, sieh nach: Wer sitzt am Steuer und versucht zu lenken?

Dann halte kurz inne und werde still. Gehe bewusst in die Verbindung mit dem natürlichen Sein, das du bist. Richte dabei deinen Atem auf den jetzigen Augenblick. Ab hier lass dich vom Leben tragen. Nichts anderes passiert automatisch in dieser Verbindung.

In diesem Sinne, lasst uns mutig weitergehen, auch wenn uns das Leben herausfordert, denkt daran:

„Was uns im Weg steht, IST der Weg.“

 

-oneLove-